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Donnerstag, 14. Januar 2016

Wie´s mir denn eigentlich mit dem neuen Plotter so geht?

Ja das wurde ich ein paar Mal gefragt zur Zeit....
Drum schreib ich mal ein paar Zeilen für Euch dazu. 
Ich darf ja momentan den neuen Brother Scan´n´Cut CM900 vom Nähpark Diermeier ausprobieren. Aber die Frage "wie es mir damit so geht" ist glaub ich etwas hochgegriffen, denn bei diesem Satz lässt man vermuten, dass ich das Teil wohl täglich nutze, aber dem ist natürlich nicht so. 
Ich kann den jetzt nicht so testen, wie z.B. eine Nähmaschine, denn die hab ich ja wirklich täglich im Einsatz. Plotten tu ich nun wirklich sehr sehr wenig, und deshalb kann ich jetzt nicht behaupten, ihn schon auf "Herz und Nieren" getestet zu haben. Denn zum Plotten muss ich mir richtig Zeit nehmen.
Das kann ich nicht so einfach in meinen Nähalltag einbauen. Eben weil ich es sonst ja auch kaum mache.
So.
Aaaaber.
Ich hab schon so ein paar Sachen damit versucht und muss sagen ich komm gut klar damit. Ich kann ja den Vergleich zum Sillhouette Cameo ziehen, denn den hab ich selber zu Hause. Der wird aber ebenso kaum genutzt. Tssss.... tja hin und wieder halt.
Nun aber zum Brother-Plotter.
Die meisten von Euch wird wahrscheinlich der Unterschied zwischen den beiden interessieren.
Ganz einfach und grob gesagt:
Der Brother hat im Vergleich zum Cameo mehr Möglichkeiten.
Er hat einen eingebauten Scanner, was zum Einen bedeutet, man kann z.B. eine Vorlage
einscannen, bearbeiten und dann z.B. eine Folie genau nach der Vorlage ausschneiden lassen.
Das find ich schon mal nicht schlecht. 
Was ich auch sehr gut finde ist, dass man ihn auch ohne PC benutzen kann.
Beim Silhouette z.B. muss man alles erst vorher im Programm bearbeiten, und dann kann man es erst an den Plotter senden und schneiden lassen.
Beim Brother Plotter ist es möglich, direkt vom Plotter oder USB-Stick aus schneiden oder zeichnen zu lassen. Er hat sogar W-LAN!!! 
Das heißt, man kann auch Sachen schneiden lassen, die auf dem PC gespeichert sind und dann kabellos auf den Plotter übertragen lassen. Vorausgesetzt man checkt das mit dem Verbinden..... *lol*....
Ich hätts ja versucht, ne? 
Aber da ich es nicht unbedingt brauchte, und mein Internet sowieso spinnt hab ich es erstmal bleiben lassen. 
Im Plotter selber sind schon so einige Vorlagen enthalten, wenn man mal schnell was braucht.
Was ich beim Scanner auch super gut fand, ist wenn man z.B. nur noch kleinere, oder angeschnittene Folienreste hat, kann man ganz bequem den Hintergrund einscannen lassen, und sieht dann genau, ob die Vorlage drauf Platz hat, bzw. kann die Vorlage dann der Folie anpassen. 
So kann man auch kleine Schnipsel noch zielgenau verwenden. 
Beim Cameo ist mir das schon öfter passiert, dass er dann daneben geschnitten hat, weil einfach die Folie aus war. 
Am Mini-Bildschirm selber kann man ein paar kleine Sachen bearbeiten, Größen ändern, Schriften hinzufügen, etc..... Wirklich gut sieht man das zwar nicht, weils eben recht klein ist, aber so für zwischendurch ohne PC ist das schon ok. 
Es gibt für den Brother auch eine kostenlose Software, das Canvas. Aber wirklich viel kann man damit leider nicht anfangen. Dateien umwandeln und zusammenfügen, Größen ändern etc..... ja das geht schon, aber da muss ich sagen find ich prinzipiell die Software vom Cameo viel besser. Da hat man viel mehr Möglichkeiten. Dafür braucht man aber eben für den Cameo immer einen PC nebenan und beim Brother nicht.
Was mich etwas stört an dem Ding, ist die Ablage hinter dem Bildschirm. Den Monitor kann man hochklappen, damit man im Sitzen besser sieht, aber die Halterung dafür ist irgendwie doof. Wenn man sie zu weit aufklappt, hält sie nicht mehr. Und wie gesagt die Ablage dahinter, in die man den Monitor-Stift und den (ich nenn den mal so) Ablöselöffel (keine Ahnung wie der wirklich heißt) hineinstecken kann, ist total lose und jedesmal wenn ich nur ein bisschen dran komme, fällt das Ganze raus. Das nervt mich.


Wir haben kurz vor Weihnachten schon mal das Schneiden von Fensterbildern und Bastelkrams geübt. 


Meine Kinder waren sehr begeistert bei der Sache. Da die Bedienung wirklich recht einfach ist, hatte mein Junior den Dreh auch schnell raus und wollte alleine ein paar Sachen aus buntem Fotokarton ausschneiden lassen. 
Ganz ohne Aufsicht würd ich es aber nicht machen lassen, da hätte ich bedenken, dass die Trägerfolie nicht lange überleben wird.
Manchmal muss man natürlich ein wenig ausprobieren, was Schnitttiefe und Druck angeht. Hier z.B. bei dieser Schneeflocke hatte ich den Schneidedruck zu gering, weil der Karton relativ dick war.

Aber solche Sachen kriegt man ziemlich schnell raus.
Für ganz dicke Sachen, wie z.B. Leder (jaaa das geht auch) gibt es ein extra Tiefschnittmesser. Das hab ich jetzt nicht da.
Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass so eines vor allem die Puschen-Näher glücklich machen wird. Stellt euch mal vor, filigrane, perfekt geschnittene Lederapplikationen..... das kriegt man ja mit der Hand niemals so gut hin. Das stell ich mir schon ganz toll vor. Ich werde, falls ich am Wochenende noch dazu komme, es mit dem normalen Messer auch noch ausprobieren, Vielleicht geht es ja ein bisschen. Mal sehen.

Patchwork-Liebhaber kommen mit diesem Gerät übrigens auch voll auf ihre Kosten. Man kann nämlich auch Stoff damit schneiden. Dazu muss man aber mit einer speziellen Matte arbeiten und einer extra Folie.... Ganz genau hab ich mir das noch nicht angesehen, und auch noch nicht getestet, aber ich nehme es mir noch vor.
Man kann sich auch z.B. Applikationsvorlagen für die Stickmaschine damit auschneiden lassen. Wenn die Datei mit der Brother-Sticksoftware entsprechend erstellt wurde, kann der Plotter diese Applikationsdateien erkennen, und den Stoff dementsprechend genau zuschneiden. Das macht vor allem Sinn, wenn man viele gleiche Stoffstücke zu schneiden hätte. Auch für kleine Nähsachen, wo man immer die gleichen Teile braucht, wie jetzt z.B. Geldbörsen, oder ITH-Projekte..... die kann man dann alle ganz genau und gleich mit dem Plotter schneiden lassen.
Für nur einmal lohnt es sich aber meiner Meinung nach nicht, denn da bin ich mit dem Rollschneider oder der Schere alleine schneller. Aber wie gesagt, wenn man viele gleiche braucht, ist das eine tolle Sache......

Ein bisschen Klamotten mit Flexfolie beplottet hab ich natürlich auch noch (das ist eigentlich auch das Einzige, weshalb ich mir damals den Plotter gekauft hab, denn basteln tu ich normal gar nicht.)


Hier sieht man z.B. den eingescannten Hintergrund ganz gut. Praktische Sache.




Ach jaaaa,
*lol*

mit Vinylfolie hab ich auch ein wenig rumprobiert. Ich hab unsere Haustürklingel beschriftet, weil es ja diese Paketboten gibt, die draußen nur einmal husten und dann behaupten es wäre niemand zu Hause gewesen, oder er hätte keine Klingel gefunden.


Ich hatte gerade keine Transferfolie zur Hand, sonst hätt ich die Buchstaben nicht einzeln abziehen und aufkleben müssen, und gerader wäre es auch geworden ;-) 
Aber egal, geklappt hat es wunderbar und einfacher als ich dachte. Vinyl (also quasi Aufkleberfolie) hatte ich vorher noch nie probiert. Ich denke mal so Wandtattoos wären gar nicht so schwer zu erstellen. Vielleicht schaff ich sowas auch noch.


Ach das Ding kann so viel, dass mir schon ganz schlecht ist, weil ich nicht weiß wann ich das alles ausprobieren soll *lach*... bald muss ich ihn ja wieder abgeben.
Ich weiß zwar jetzt schon, dass ich ihn mir nicht kaufen würde, weil es sich für mich einfach nicht lohnt, da ich meinen eigenen ja kaum benutze,
aber:
Wenn mich jemand fragen würde, ob ich ihn gegen meinen Cameo tauschen würde, wenn das einfach so ginge....... jaaaaa.
Das würde ich glaub ich schon!


So, ich werd kommendes Wochenende noch ein paar Sachen ausprobieren und nächste Woche auch noch..... dann werd ich wieder berichten.
Übrigens, wenn Euch irgendwas bestimmtes interessiert, einfach fragen.... vielleicht kann ich ja dann noch genau das testen....

Also bis bald,
Euer
kuschelsterndal


Kommentare:

  1. Habe deinen Bericht jetzt genau durchgelesen. Ich plotte ja seit 3 1/2 Jahren sehr viel mit dem Cameo. Ich plotte alles...auch jede Menge papier, Pappe, alle Folien und seit ich den Plotter habe, verweist eher meine Stickmaschine. Mein Cameo ist jetzt mit dem dauereinsatz, tagelang habe ich z.B. Laternenvorlagen (http://mondbresal.blogspot.de/2013/06/laternen-mit-dem-plotter-oder-zum.html) geplottet, am Ende und ich überlege, einen neuen Plotter zu kaufen. Da ich aber super mit dem Silhouette Programm arbeiten kann, und ich auch sehr viel selber erstelle, ist der Brother wohl nicht das richtige für mich. Wenn ich dich richtig verstehe, ist das Programm nicht so prickelnd.
    Liebe Grüße
    Renate

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    1. Hallo Renate, also ich hab zugegebenermaßen nicht viel mit dem Programm gemacht. Auf den ersten Blick erschien es mir nicht ganz so umfangreich als das Studio, aber ich denke es müsste alles da sein, was man so braucht. Aber si-eh es dir selber mal an: https://scanncutcanvas.brother.com Ich weiß jetzt nicht, ob es noch eine Kaufversion auch geben würde. Zur Not könntest du ja im Studio weiterarbeiten, müsstest die Studiodateien dann aber in SVG konvertieren. Da gibt es auch diverse Möglichkeiten. Mit dem Studioprogramm bin ich eh nicht so bewandert, das Canvas erscheint mir auf den ersten Blick einfacher. LG

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  2. Oh, sehr interessant. Ich stand auch vor kurzem vor der Überlegung Silhouette oder Brother .... und habe mich dann erstmal für "gar keinen Plotter" entschieden - weil ich einfach unsicher bin, wie oft ich ihn nutze und ob ich gut klarkomme, wenn ich ihn eben selten nutze und dann womöglich mich jedes Mal wieder neu eingewöhnen müsste ;o) Bisher habe ich immer gedacht Silhouette wäre besser, weil ich da einfach mehr Möglichkeiten hätte, jemanden um Hilfe zu bitten, denn er scheint mir weiter verbreitet zu sein. Jetzt würde meine Entscheidung - wenn ich deine Gegenüberstellung so lese - wohl doch eher für den Brother ausfallen. Ich schlaf nochmal ein paar Nächte drüber ;o) Liebe Grüße, Claudia

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