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Samstag, 20. Mai 2017

Huhu hier bin ich wieder!

Ja so lange hab ich meinen Blog wohl noch nie vernachlässigt. Aber so ist das eben wenn man einen mehr-als-Vollzeit-Job hat..... da bleibt das Hobby auf der Strecke. Aber wie gut, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, denn so muss ich nie wieder arbeiten gehen! ;-) 
Ich war ja Ende März/Anfang April in Köln auf der Messe und wollte Euch eeeeeiiiiigentlich davon auch berichten. Aber nun ist es schon wieder so lange her, dass ich glaub das interessiert eh niemanden mehr *lach*..... oder will da noch jemand Bilder sehen? Ich glaub nicht wirklich, denn auf Instagram hab ich eh schon einiges gezeigt. Ja nun gut, warum ich denn heute dann überhaupt blogge?? Jaaaa weil ich gerade ein neues Projekt am Start habe. Gut, Projekt ist jetzt vielleicht übertrieben, denn ich teste mal wieder eine Nähmaschine. Diesmal eine Overlock. Und zwar die Bernina L460 vom Nähpark Diermeier. Ich möchte, oder muss, mir demnächst für zu Hause eine neue Overlock kaufen, und da ich dann echt mal was Gescheites brauche, wollte ich die vorher mal gründlich ausprobieren. Und als Nähpark-Supertester darf man dann mal ein paar Wochen rumtesten ;-) 
Schon beim Auspacken war ich sehr positiv angetan, denn die L460 ist natürlich ein Stück größer, als normale Overlocks, auch größer als meine 800DL. Ich bin mit der 800DL, die ich in der Arbeit stehen habe, durchaus zufrieden. Sie näht schön gleichmäßig und ruhig. Allerdings ist sie nicht besonders komfortabel wenns ums Einfädeln geht. Da kommt nämlich das Messer von oben und der Durchlass ist sehr eng. Da muss man gut fummeln, um mit dem Faden überhaupt in die Nähe des Nadelöhrs zu kommen, also ich zumindest. Mag sein, dass meine Wurschtelfinger dafür einfach zu dick sind *lach*. Da ist bei der L460 schon wesentlich mehr Platz und auch beim Einfädeln tat ich mir viel leichter. Sie hat auch einen Anschiebetisch, den ich allerdings nur so mittelgut finde. Den find ich ein wenig unstabil...... also drauflehnen kann man sich da nicht, bzw. den Arm ablegen beim Nähen tut nicht gut ;-) da geht dann nämlich der Deckel auf. 
Was mir wieder ganz gut gefallen hat, war das Innenleben:

Die Fadenführung ist sehr übersichtlich und man kann wirklich einfach einfädeln. Den Untergreifer kann man auch mit Hilfe eines Hebels nach rechts klappen, dann kommt man da wunderbar rein.

Und das nötigste Zubehör ist immer gleich griffbereit im Deckel verstaut. Das find ich super praktisch.

Einfach mal ein bisschen nähen fand ich dann aber doch zu langweilig und ich denke das interessiert dann auch niemanden mehr, denn dass es eine gute Overlock ist, steht glaub ich sowieso nicht zur Diskussion. Also probier ich ein paar ausgefallenere Dinge mit ihr. Ich bin bis jetzt noch nicht mal dazu gekommen, mir die Anleitung durchzulesen (wie so oft....) das muss ich aber noch machen, denn die L460 kann so ein paar Sachen mehr wie normale Overlocks. Ich hab vorweg einfach schon mal probiert, womit man alles nähen kann. Also mit welchen Garnen, bzw. ich hab sogar Häkelgarn getestet. 
Hier ein Test mit Baumwollhäkelgarn in Nadelstärke 1,5 bis 2.

Und ich muss Euch sagen das wird mega!!!!
Natürlich muss man anfangs erst mal ein bisschen an den Einstellungen spielen, bis es funzt, aber mit ein wenig Übung kann man damit wirklich tolle Effekte erzielen. Das Garn muss übrigens in den Obergreifer, also die dritte Führung, eingefädelt werden. UND: als erstes! 


Hierbei ergibt sich das Problem, dass sich dieses Knäuel natürlich nicht so gleichmäßig abrollt, wie es bei Overlockkonen der Fall ist. Immer wenn der Faden von unten kommt, stockt es ein wenig und die Naht wird dann leider unschön zusammengezogen. Ich hab es dann später so gemacht, dass ich immer gleich ein paar Meter abgerollt habe und es hinten lose auf den Tisch gelegt habe. Dabei muss man immer den Fadenlauf im Auge behalten, damit der Faden auch wirklich gleichmäßig und ohne Knoten oder Verhedderungen kommt. In den anderen Führungen ist übrigens ganz normales Garn. 
Die Spannung hab ich hier auf 1 gestellt, damit hat es eigentlich am Besten geklappt. Ich hab ein paar Einstellungen durchprobiert, aber so war es bei einer normalen 4-Faden Naht am Besten. Die anderen Spannungen habe ich in der Grundeinstellung gelassen, Stichlänge auf 2 und Differenzial auf 1. Enger geht natürlich auch und breiter logischerweise auch, aber 2 hat mir bei diesem Garn am besten gefallen, weil es am regelmäßigsten wurde. 


Auf Jeans ist es natürlich relativ gut geworden nach ein bisschen Rumprobieren:



Hier sieht man auch die Naht auf der Rückseite, die dann echt gut geworden ist:


Auf Jersey wurde es dann schon etwas schwieriger, weil sich der Stoff durch das schwere Garn doch etwas einrollt. Man muss schon damit rechnen, dass ab und an eine Schlaufe dabei ist. Und vor allem muss man gaaaaanz langsam nähen. Vollgas geht da echt nicht, da reisst dann der Untergreiferfaden.


Hier habe ich ein Shirt unten damit eingefasst, welches ich euch wohl bei nächsten Rums zeigen werde, wenn ich endlich meinen Plott noch drauf mache....

Auf einem Teststück Jersey hab ich dann noch Rollsaum versucht. Ich hab hier die rechte Nadel rausgenommen, Rollsaumhebel nach vorne, Stichlänge kurz vor "R" und den Rest eigentlich so belassen wie es war. Ich muss sagen auf Jersey wird es mit Rollsaum mit Häkelgarn etwas gleichmäßiger, als mit der normalen 4-Faden-Naht.


Ich find das echt hübsch, denn das Häkelgarn trägt natürlich viel mehr auf als normales Garn. Also wird der Rollsaum dicker und auffälliger und es sieht tatsächlich ein wenig so aus, als ob man rundherum gehäkelt hätte. Mann kann natürlich auch einen Wellensaum machen, indem man einfach noch stärker dehnt beim Rollsaum. Bei der 4-Faden-Naht könnte man übrigens ohne Probleme wirklich nach dem Nähen die Häkelnadel zücken und ganz wunderbar rundum Mäusezähnchen oder ähnliches häkeln. Die Schlaufen dazu wären wunderbar geeignet. Ich denke bei einer Kindertunika möchte ich das mal probieren...... bei meinen Shirts wohl eher nicht, da häkel ich mir nen Wolf. 

So das war mein erster Test-Tag mit der Bernina L460. Ich hoffe ihr fandet es ebenso interessant wie ich. Jetzt stellen sich sicher einige die Frage, kann das meine Maschine auch??? Nun die meisten Berninas können das wohl auch, allerdings ist nicht jede Spannungsscheibe in der Lage, das zu überleben!!! Wenn jetzt jemand wild ausprobieren möchte ob seine Maschine das auch schafft:
ICH übernehme keine Haftung für irgendwelche Beschädigungen, die durch das Nachmachen entstehen könnten! Also ausprobieren nur auf eigene Gefahr, das möchte ich ausdrücklich erwähnen.

Ich werde die nächste Zeit noch so manch ausergewöhnliches Experiment wagen und noch einige andere Wollarten und Nähmethoden ausprobieren.
Natürlich werde ich wieder drüber berichten!

Bis dann,
Euer
kuschelsterndal!
















Kommentare:

  1. Liebe Sandra,
    Deine Idee ist wunderbar und ist hammergut umgsetzt... Ich bin begeistert ! Dankr für diese Inspiration.
    LG Simone

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